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Die Geschichte von Mir San Mir
 

Die Geschichte der Wettkampfsportart "Ultimate" in München begann im Sommer 1984, als drei Studenten vom damaligen US-Meister Stanford auf Urlaubsreise durch Europa waren und dabei im Englischen Garten in München auf begeisterte Frisbeeswerfer trafen. Diese hatten zwar schon von Ultimate gehört (und waren auch schon auf einem Turnier gewesen), waren aber schnell von der bis dato unbekannten Taktik der Stanforder zu überzeugen. Bei der deutschen Meisterschaft kurz darauf spielten die Lehrmeister dann mit (dies verhielf der jungen Mannschaft zum zweiten Platz).

Die Anhängerschaft des Ultimate in München wuchs in der Folgezeit, wobei zunehmend ein Kreis von Schulfreunden (aus dem Münchner Luitpold-Gymnasium) den harten Kern bildete. Als auf einem internationalen Einladungsturnier in Rotterdam 1988 die Münchner Ultimate-Mannschaft unter einem nicht mehr aktuellem Namen ("Comets") im Spielplan auftauchte, wurde dieser von dem Team kurzerhand durchgestrichen und durch "mir san mir" ersetzt - der Name "Mir San Mir" war somit geboren.
Zuerst trat das Team "Mir San Mir" unter dem Namen des Münchner Freizeit Sportclubs e. V. bei Turnieren an, bis 1994 die Gründung des "1. Münchener Frisbee-Clubs e. V." (MFC) erfolgte. "Mir San Mir" tritt seit Beginn seines Bestehens 1988 bis heute bei deutschen Meisterschaften in der ersten Liga an. Hervorzuheben dabei sind die Titel des Deutschen Meisters in den Jahren 1994 und 1995 und das erreichen des dritten Platzes in den Jahren 1999, 2000 und 2001, wobei man sich immer nur im Halbfinale dem späteren Turniergewinner geschlagen geben musste.

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte war neben der Deutschen Meisterschaft der Gewinn der Bronzenedaille bei der Club-Europameisterschaft 1994, die vom MFC selbst in Eching bei München ausgetragen wurde. Die Weltmeisterschaften im Strand-Ultimate in Rimini konnte Mir San Mir sogar 4 mal gewinnen, weil das Spiel im Sand der Mannschaft besonders entgegen kommt. Bei offiziellen Welt- und Europameisterschaften der Vereinsmannschaften tritt Mir San Mir in Spielvereinigung mit der ehemaligen Nachwuchsmannschaft an, den heutigen "Zamperl" vom TSV Unterföhring. Der 4. Platz bei der Club-EM in Prag 2001 und der 10. Platz bei der Club-WM in St. Andrews (Schottland) 1999 sind bis dato angesichts der kaum zu übertreffenden Konkurrenz aus Skandinavien und Nordamerika nicht hoch genug einzuschätzen. Zahlreiche Münchner Spieler einschließlich des Soielertrainers Peter Lölgen ("Franz") formen zudem das Rückgrat der deutschen Nationalmannschaft, die sich bei der Nationalmannschafts-WM 2000 nur den Mannschaften aus USA, Schweden und Kanada geschlagen geben musste.

Viele Spieler, die nach 1995 durch den Sprung vom Studentendasein ins Berufsleben etwas gebremst wurden, sind nach wie vor "fest an der Scheibe", nicht zuletzt dadurch, dass die Mannschaft neben allem sportlichen Ehrgeiz auch ein Freundeskreis ist, in dem auch viele andere Freizeitaktivitäten miteinander geteilt werden. Mir San Mir freut sich über jedes neue Gesicht, das sich für Ultimate interessiert.


Über den Autor:
Andreas Daxenberger kam 1987 zum Ultimate, als er von Schulkameraden auf dem Schulsportplatz zum mitmachen beim Training eingeladen wurde. Weil schon im ersten Training Sport und Geselligkeit in perfekter Symbiose praktiziert wurde, kam er auch nicht mehr davon los.

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