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Münchner Frisbee Club

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Ultimate - Ein Frisbee-Spaß für schnelle Leute
 

Quelle: unbekannt, 1994


Zwei Münchner Mannschaften sind die besten:

Es ist ein ziemlich ausgelassener Haufen, der da über die Werneck-Wiese im englischen Garten tobt: 14 Leute rasen hinter eine Frisbee-Scheibe her, manchmal kriegt einer auf dem rutschigen Gras die Kurve nicht und legt sich der Länge nach hin. Mit T-Shirts und Flugscheiben haben sie ein Viereck von ungefähr 110 mal 35 Metern markiert. "Eins! Zwei! Drei! ..." schallt es regelmäßig übers Grün.

Wer länger zuschaut, erkennt hinter dem scheinbaren Chaos ein festes System. Gespielt wird Ultimate, ein actionreicher, laufintensiver Mannschaftssport.

Die Meister: "Mir San Mir"

Mit dem eher gemütlichen Strand-Spaß Frisbee hat man nur noch das gleichnamige Sportgerät, die 165 Gramm leichte Plastikflugscheibe, gemeinsam. Und hier, beim Kleinhesseloher See, trainieren zwei der besten deutschen Ultimate-Teams: die Münchner "Mir San Mir" und "Zamperl". Vor ein paar Wochen erst wurden "Mir San Mir" zum wiederholten Mal deutscher Hallenmeister.

Was Ultimate von anderen Sportarten unterscheidet: Es gibt keinen Schiedrichter. Man vertraut auf das, was die Spieler den "Spirit of the Game" nennen - Fairness und Verantwortung. Wer sich gefoult fühlt, zeigt dies durch Rufen an. Bei Uneinigkeit geht das Frisbee an den letzten Werfer zurück.

Die Regeln sind relativ einfach: Jeder Körperkontakt gilt als Foul. Als Punkt zählt, wenn das Frisbee in der gegnerischen Endzone (22 mal 35 Meter) gefangen wird. Wer die Scheibe fängt, muss stehenbleiben. Die Scheibe darf maximal zehn Sekunden gehalten werden - der Gegenspieler zählt an: "Eins! Zwei! Drei! ..."

Erfunden wurde das Mannschaftsspiel Ende der Sechziger Jahre in den USA, vor zehn Jahren kam der Sport über den grossen Teich zu uns. Doch obwohl fast jeder schon einmal eine Frisbee-Scheibe in der Hand gehabt hat, ist Ultimate in Deutschland ein Minderheiten-Sport geblieben. Ungefähr 600 aktive Spieler und Spielerinnen gibt es in Deutschland, organisiert in knapp 50 Vereinen - davon vier im Münchner Raum.

Das könnte sich ändern: An 25 deutschen Hochschulen wird Ultimate mittlerweile gespielt. Auch immer mehr Lehrer informieren sich, denn der Sport gilt als ideal, um Teamgeist und Fairness zu vermitteln.

Wer Frisbee-Spitzensport sehen will: An diesem Wochenende werden in Eching bei Freising die Endspiele der Mannschafts-Europameisterschaft ausgetragen. Und da wollen die Münchner natürlich gehörig mitmischen.

A.S.

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